Tremolo Mundharmonikas

Tremolo Mundharmonikas

Tremolo-Mundharmonikas sind mit zwei Stimmzungen je Note ausgestattet, die leicht unterschiedlich gestimmt sind. Das führt zu einem schwebenden Ton, der daher rührt, dass die Stimmzungen nicht exakt gleich gestimmt sind und daher leicht unterschiedliche Wellenformen erzeugen, die einander gegenseitig beeinflussen. Diese so genannten 2-chörigen Instrumente eignen sich hervorragend für Volksmusik.

Tremolo- und Oktavmundharmonikas sind 2-chörige Mundharmonikas bei denen beim Blasen und Ziehen jeweils zwei Stimmzungen gleichzeitig erklingen. Bei den Oktav-Modellen haben die Stimmzungen, die gleichzeitig erklingen, einen Frequenz/Tonhöhen-Unterschied von genau einer Oktave. Es entsteht ein sehr voluminöser, fetter Ton. Bei Tremolo-Mundharmonikas erzeugen die beiden den gleichen Ton, sind allerdings jeweils leicht gegeneinander verstimmt, so dass eine Schwebung entsteht, ein schnelles Auf- und Abschwellen der Lautstärke - man spricht daher auch von Schwebeton-Stimmung.
Die Tonanordnung entspricht meist derjenigen der Richter-Mundharmonikas. Bei doppeltönigen Mundharmonikas sind die Kanzellen in der Regel quergeteilt, so dass zwei Kanzellenöffnungen übereinander liegen. Die Querteilung dient dazu, die Schwingungen der beiden gleichzeitig erklingenden Stimmzungen voneinander zu entkoppeln, damit sich insbesondere bei der Tremolo-Ausführung der Schwebetoneffekt auch wirklich einstellt und nicht beide Zungen auf derselben Frequenz mit derselben Phase schwingen, was den Effekt zunichtemachen würde. Tremolo- und Oktavmundharmonikas hört man hauptsächlich in der Volksmusik und in Schlagern.